Rennwochenende Hockenheimring 21.09.18 – 23.09.18

Zum letzten Mal im Jahre 2018 traf sich das Feld des ADAC GT Masters für ein Rennwochenende am Hockenheimring. Für Ricardo stand viel auf dem Spiel in der Junioren-Gesamtwertung, denn er hatte noch die Möglichkeit, auf das Podest zu fahren. Am Schluss blieb es jedoch beim 4. Schlussrang, womit er dennoch erfolgreichster Punktesammler in der Junioren-Wertung im Team von MückeMotorsport ist.

 

Am Qualifikations-Samstag setzte der junge Schweizer nach zwei positiven Testtagen erneut ein Ausrufezeichen und sicherte sich den 5. Startplatz. Und dies war nicht seine schnellste Runde, denn in jener musste er (nach purple und grün) wegen Verkehr, den letzten Sektor abbrechen – erneut! Aber bei so vielen Teilnehmern war die Ausgangslage für ein erfolgreiches Samstags-Rennen auch mit der zweitschnellsten Runde gelegt. Auch deshalb, weil Ricardo dafür bekannt ist, ein guter Starter zu sein.

 

Das Rennen startet pünktlich um 15.00 Uhr. Ricardo überholte sogleich einen der gelben AMG’s. Weiter hinten im Feld knallte es schon bald. Dies führte zu einer Saftey Car-Phase. Ricardo setzte den 3.-platzierten während der restlichen Runden seines Stints konstant unter Druck, fuhr als 2.-schnellster Audi im Feld erneut eine beachtliche Pace und übergab das Auto auf dem 4. Rang an Christopher. Dieser kratzte in einem sehenswerten Kampf am Podium, gab sich letztlich aber mit P5 zufrieden. Während man in der Gesamtwertung nicht auf dem Podium stand, konnte umso ausführlicher der 2. Platz in der Juniorenwertung gefeiert werden.

 

Die Qualifikation am Sonntag war gekennzeichnet von einer sich abtrocknenden Strecke, denn sie wurde in grossen Sprüngen trocken und dadurch pro Runde bis zu zwei Sekunden schneller. So setzte Haase zwischendurch Bestzeiten, wurde aber laufend überboten und als einer der ersten abgewunken. Das Duo Haase/Feller musste sich mit Startplatz 26 zufriedengeben. In einer erneut sehenswerten Aufholjagd machten die beiden insgesamt 14 Positionen gut und brachten ihren Audi R8 LMS schliesslich auf dem 12 Platz ins Ziel. Nur knapp an den Punkten und somit auch am Juniorpodium vorbei.

 

Ricardo Feller beendet die Saison 2018 der ADAC GT Masters in der Juniorenwertung auf dem 4. Platz. Im Gesamtklassement belegen Feller und Haase gemeinsamen den 13. Platz (von 84 Piloten). Im Team Mücke Motorsport ist Ricardo bester Junior.

 

Nicht grundlos wird die ADAC GT-Masters als härteste GT-Serie weltweit betrachtet und so sind die Leistungen des jungen Schweizers Ricardo Feller bemerkenswert. Er ist als jüngster Pilot in der Serie für alle zum ernst zu nehmenden Gegner geworden. Nun folgt für alle Fans und Zuschauer ein langes Warten und alle sind gleichermassen gespannt darauf, wie die Saison 2019 beginnen wird. Ricardo’s persönliche Prognose: « Es wird super spannend!»

 

Ricardo Feller: «Mein Resümee zum Wochenende fällt positiv aus. Wir hatten bei allen Sessions einen guten Speed wie auch Platz fünf im Qualifying am Samstag beweist. Diese Position haben wir ins Ziel gebracht - mehr konnten wir nicht erwarten. Das war richtig Bombe! Im zweiten Quali hatten wir leider etwas Pech. Wir haben es von Startplatz 26 dann doch vor bis auf die zwölfte Position geschafft. Das war schon eine mega Leistung und hat erneut gezeigt, wie gut unser Speed über das Wochenende gewesen ist. Es wäre sogar noch mehr möglich gewesen. Doch gegen Ende des Rennens hatte ich ein Problem mit der Bremse und das Anbremsen auf die Kurven war nicht einfach. Daher war der letzte Abschnitt sehr knifflig, aber auch eine wichtige Erfahrung für mich als junger GT-Pilot.»

 

Christopher Haase: «Für mich war das Wochenende grundsätzlich ein schönes. Wir haben in den Vortests und den freien Trainings eine gute Basis geschaffen. Daher waren wir von der Pace auch sofort mit dabei. Das hat Ricardo im Qualifying mit P5 toll unter Beweis gestellt. Ein paar Fights später sind wir dann auch als Fünfte über die Ziellinie gefahren. Wir haben einfach schönen, hochprofessionellen Motorsport gezeigt. Der Sonntag hingegen war eher durchwachsen. Die Bedingungen im Quali waren schwierig mit der abtrocknenden Strecke. Das war eine reine Glücklotterie. Startplatz 26 hat das Potenzial des Autos nicht widergespiegelt. Die Ausgangslage war dadurch natürlich alles andere als einfach. Mit Platz zwölf haben wir gezeigt, dass wir Kämpfer sind und niemals aufgeben. Strategisch hat das Team einmal mehr alles richtig gemacht. Auch unser Audi lief erneut hervorragend.»

 

Peter Mücke, Teamchef: «Man geht natürlich gerne mit einem Topergebnis nach Hause, das ist uns leider nicht ganz gelungen. Angesichts unserer Startpositionen war das nicht schlecht. Im Gegensatz zum ersten Rennen hatten wir am Sonntag Glück, dass keines unserer Autos in größere Zwischenfälle verwickelt worden ist. Am Sonntag war es im Qualifying schwierig, denn die Strecke wurde pro Runde um etwa zwei Sekunden schneller. Da wir mit der #26 vorzeitig abgewunken wurden, hatten wir da keine Chance mehr, eine Topzeit zu fahren. Wir sind nicht dort gestanden, wo wir hätten stehen müssen. Das Highlight dieses Wochenendes war das tolle Samstagsrennen unseres #25-Autos und das Junior-Podium von Ricardo. Als Positives nehmen wir auch mit, dass wir bei einem sauberen Wochenende auf Top-Niveau unterwegs sein können.» 

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