ADAC GT Masters - Rennwochenende Sachsenring 27.09.19 - 29.09.19

Als Leader in der Juniorenwertung und der Aussicht, Vizemeister in der Gesamtwertung zu werden, reiste Ricardo Feller an die Finalrennen der ADAC GT-Masters am Sachsenring. Es zeigt sich jedoch, dass zwei Rennen eine ganze Menge auf den Kopf stellen können und es anders kommen kann, als man denkt.

Vom 27. bis 29. September 2019 stand auf dem Sachsenring das Finale des ADAC GT Masters an. Aufgrund einer Überschneidung mit der Blancpain GT Series Endurance Cup teilte sich Ricardo Feller den R8 mit Frédéric Vervisch. Der Audi-Poolfahrer ersetzte Stammpilot Dries Vanthoor.

 

„Dass Dries beim Finale der Saison nicht dabei sein kann, ist natürlich schade. Doch bei den engen Zeitplänen und unzähligen Rennen bleibt eine Überschneidung manchmal nicht aus. Mit Frédéric haben wir aber einen starken Fahrer, der uns mit seiner Erfahrung sehr gut unterstützen wird“, so Teammanager Christian Land.

Die Voraussetzungen für eine perfekte Qualifikations-Runde waren insofern erfüllt, da die Strecke und der Audi R8 gut harmonieren und Ricardo schon im Trophy-Training am Freitag der Schnellste war.

 

In der Qualifikation am Samstag trocknete die verregnete Strecke schnell ab - dasjenige Team, welches seine Fahrer am spätesten auf die Strecke schickt, hat so die besten Karten – doch birgt diese Strategie ein erhebliches Risiko (Rotphasen/frühzeitiger Abbruch), die die Chance auf eine gute Zeit genauso gut verhageln kann. Die Team-Strategie wäre um ein Haar aufgegangen, denn bis zwei Minuten vor Ende der Qualifikation war Ricardo jede Runde vorne mit dabei. Dann nahm allerdings die Leistung der Reifen ab und er startete das erste Rennen von Platz 12.

Man weiss, wie schwierig Überholmanöver auf dem Sachsenring sind, umso glücklicher war man im Team mit der Leistung von Ricardo, der den Audi R8 zur Rennmitte auf Platz 7 an Frédéric Verwisch übergeben konnte. Leider musste man sich wegen einem Abstecher ins Kiesbett am Ende mit dem 12. Rang begnügen.

 

Nach dem ersten Renntag war der Juniormeister-Titel mmer noch das Ziel. Doch nach der Sonntags-Qualifikation von Frédéric Vervisch auf Platz 17 schienen alle Felle davon zu schwimmen. Die Stimmung war gedämpft. Ricardo übernahm das Auto auf Platz 18 und konnte sich gut in die Punkte kämpfen. Leider war die spannende Aufholjagd noch vor der karierten Flagge zu Ende, da die hintere Aufhängung brach und Ricardo das Auto in der Box abstellen musste.

Es blieb dennoch der 3. Rang in der Juniorenwertung. Zwar frustrierend, aber: Die Reaktionen an der Schlussfeier am gleichen Abend waren ausnahmslos positiv mit Begeisterung, Schulterklopfen und unzählige Komplimenten.

 

Ricardos Fazit nach dem Wochenende: „Pokale möchte jeder haben und in sein Regal stellen; was jedoch wirklich haften bleibt ist das einzigartige Erlebnis und die Leistung auf der Strecke. Die wachsende Achtung, die einem Kollegen wie Konkurrenten zollen. Am meisten habe ich mich über die Aussage von einem der schnellsten und besten Werksfahrer gefreut: „Ricardo ist nicht nur sauschnell, er hat auch gezeigt, wie konsequent und fair er im Rennen kämpft. Damit hat er sich Respekt verschafft und einen guten Namen gemacht.“

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Saison-Highlights die Rückschläge bei Weitem dominieren. Der Schweizer feierte in Zandvoort seinen ersten Sieg im ADAC GT Masters und glänzte mehrfach mit Spitzenplatzierungen. Als Saisonabschluss bestreitet Ricardo Feller im Team von MONTAPLAST by Land-Motorsport vom 09.10.19 – 12.10.19 das Motul Petit Le Mans in den USA.

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